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soz:mag #7

soz:mag - Das Soziologie Magazin
Basel, Bern, Genf, Zürich: Verein virtuelle SoziologInnen
Ausgabe Nr. 7 (Mai 2005)



Du musst einen Gegner nicht hassen, um zu boxen!

Hooligans - rohe Gewalttäter oder unverstandene Extremsportler?

Wer sind die Hooligans? Was genau läuft bei einer "gewalttätigen Ausschreitung" an einem Fussballmatch ab? Was sind die Motive der Teilnehmenden und wie sehen diese selbst ihr Tun? Im folgenden Artikel wird auf der Basis von ausführlichen Interviews mit jugendlichen Hooligans ein Einblick in eine Welt gegeben, in der Gewalt nicht tabuisiert und versteckt, sondern ritualisiert und zelebriert wird.



Leben in zwei Welten

Die Doppelwelt der Hooligans und die Auswirkungen auf ihr Frauenbild

Wie stellt sich ein Hooligan seine Lebensgefährtin vor? Und wie geht er mit Bezugspersonen um, die nicht im Hooliganismus verankert sind und seiner Zugehörigkeit zu einer gewalttätigen Männergruppe meist wenig Verständnis entgegenbringen? Vom Leben in zwei Welten.

Von Renate Gutmann und Myriam Rutschmann
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Böse, gewalttätige Mädchen

Eine Untersuchung spezifisch weiblicher Bandenkriminalität

Gewaltanwendung unter männlichen Jugendlichen ist zwar verwerflich, gilt aber dennoch als Ausdruck von Männlichkeit. Mädchen hingegen, die sich in gewalttätigen Mädchenbanden formieren, werden als Abweichlerinnen betitelt und stark mit Stereotypen behaftet. In ihrer Lizentiatsarbeit "Eine Untersuchung über weibliche Streetgangs in der Schweiz" hat sich die Autorin mit solchen Mädchen beschäftigt.

Von Simona De Berardinis
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Die Logik der Gefühle

Mit Simmel auf den Spuren der Emotionssoziologie

Gefühle tragen einen doppelten Sinn. Als persönliche Erfahrungen formen sie einen Teil unserer individuellen Identität, zugleich binden sie uns aneinander und schaffen so eine existenzielle Voraussetzung für Gesellschaft. Gestützt auf Georg Simmel, einen Pionier der Emotionssoziologie, wird dieser Text sich vor allem mit der letztgenannten Funktion von Gefühlen auseinandersetzen. Dazu soll der emotionale Mikrokosmos eines besonderen Strukturtypus sozialer Beziehungen ausgeleuchtet werden: die Liebesbeziehung.

Von Christoph Urwyler
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Advocacy Think Tanks in der Schweiz

Annäherung an ein neues Phänomen der Schweizer Politik

Advocacy Think Tanks - eine relativ neue Form von Think Tanks - sind merkwürdige Organisationen. Einerseits behaupten sie, Träger wissenschaftlich verfahrender Forschung zu sein, andererseits betonen sie stets ihre Positioniertheit, ihre Verortung in einem bestimmten Weltbild und verstehen sich als Anwälte der von ihnen vertretenen Weltbilder. Nach einer kurzen Klärung des "Advocacy Think Tank"-Begriffs werden Ergebnisse der Auswertung von Materialien der drei Schweizer Advocacy Think Tanks "Avenir Suisse", "Denknetz Schweiz" und "Liberales Institut" zusammengefasst und kurz diskutiert.

Von Matthias Müller
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Ausländerfeindlichkeit in der Schweiz

Das Profil von Befürwortern und Gegnern der ,18%-Initiative'

Bauchentscheid gegen Jugos titelte der Blick nach dem Abstimmungssonntag vom 26. September 2004 über die abgelehnten Einbürgerungsinitiativen, gestützt auf die stark umstrittene Erstanalyse der Abstimmungsergebnisse durch das Forschungsinstitut ‚gfs.bern'. Was ist dran an der ‚Jugo-These'? Was bewegt die Schweizer, an der Urne für oder gegen Ausländervorlagen zu stimmen? Um dieser Frage nachzugehen, hat der Autor des folgenden Beitrags das Abstimmungsverhalten der Schweizer Stimmberechtigten am 24. September 2000 untersucht, als diese über die seit 1970 fünfte und jüngste Überfremdungsinitiative zu entscheiden hatten.

Von Raphael Weiss
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Gehet hin und kopieret!

Open Access und Creative Commons: zur Urheberrechts-Politik des soz:mag

Was unter Physikern bereits länger verbreitet ist, hält allmählich auch in anderen Fachbereichen Einzug: Der ungehinderte Austausch von wissenschaftlichen Artikeln. Während das CERN mit seinem Grid von Supercomputern auf dem besten Weg ist, die Infrastruktur des Datenverkehrs im Zusammenhang mit seinem neuen Teilchenbeschleuniger erneut nachhaltig zu verändern, ist die Wissenschaftsgemeinde damit beschäftigt, die institutionellen Voraussetzungen zu schaffen, um die Möglichkeiten des Internets besser auszuschöpfen. Die Rede ist vom Open Access Prinzip und Creative Commons - den "Teilchenbeschleunigern" der wissenschaftlichen Kommunikation.

Von Beat Estermann, im Namen der soz:mag-Redaktion
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Menschliche Maschinen?

Die Arbeitswissenschaft zwischen Humanismus und technischer Rationalität

Die Arbeitswissenschaft beforscht eingehend Arbeitsplätze, Arbeitssituationen und Arbeitsabläufe, greift an gewissen Stellen ein und verändert. Aber nach welchen Prinzipien? Orientiert sie sich an den Bedürfnissen des Menschen oder an den Erfordernissen der Technik? Versucht sie, durch radikale Änderungen eine Arbeitsorganisation zu etablieren, die nicht auf den Erfordernissen von Technik basiert sondern auf den Bedürfnissen der Arbeitenden? Oder strebt sie einfach danach, den durch die Maschine diktierten Arbeitsablauf etwas humaner zu gestalten? Anhand der Analyse eines führenden Lehrbuchs der Arbeitswissenschaft soll im folgenden Beitrag der gegenwärtige Standpunkt dieser Disziplin ermittelt werden.

Von Christian Dayé
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Lesenswert

Agrobusiness - Hunger und Recht auf Nahrung

Die 47. Ausgabe des WIDERSPRUCH wird von Zahlen geprägt. Zahlen, hinter welchen Menschen stehen. Menschen, die vertrieben werden, damit andere ihre Felder bewirtschaften können und Menschen, die hungern, während- sie Nahrungsmittel für andere produzieren.

Von Christina Maag
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Globale Unternehmenstätigkeit: Fluch oder Segen?

Transnationale Konzerne und deren sozioökonomische Folgen in Entwicklungsländern

In der Debatte über die Auswirkungen der Globalisierung beschäftigen sich Soziologen seit den 70er Jahren mit der Rolle der transnational tätigen Unternehmen in den Entwicklungsländern. Die von der konventionellen ökonomischen Theorie konstatierten positiven Effekte der TNCs (Transnational Corporations) auf die sozioökonomische Entwicklung der "rückständigen" Nationen werden von ihnen kritisch hinterfragt. Dieses Unterfangen ist motiviert durch das Ziel, systematische Zusammenhänge aufzudecken und so einer angemesseneren internationalen sowie nationalen TNC-Entwicklungspolitik den Weg zu bereiten.

Von Marcus Habermann
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Weißt du noch‚ Lothar?

Konsensfindung in der wissenschaftlichen Klimadiskussion und Umweltbewusstsein der Schweizer Bevölkerung

Findet momentan ein Klimawandel statt und ist er vom Menschen verursacht? In der wissenschaftlichen Diskussion herrscht hierüber keine Einstimmigkeit. Wie einigt man sich dennoch auf die Richtlinien, die als ‚Erkenntnisse der Klimaforschung' die Grundlage der politischen Debatte bilden? Und welche Faktoren beeinflussen das Umweltbewusstsein der Bevölkerung? Haben Ereignisse wie der Wintersturm "Lothar", der am 26. Dezember 1999 über die Schweiz hinweg zog, einen nachhaltigen Einfluss auf die Wahrnehmung von Umweltproblemen?

Von Michael Niederhauser
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Die Illustrationen in dieser Ausgabe stammen von Stefan Mousson. Stefan Mousson studiert Wirtschaft an der Universität Zürich, arbeitet als freischaffender Illustrator und holt die Inspiration für seine Bilder aus dem Allag. Seine Lieblingsfarbe ist blau und sein Lieblingstier ist die Wüstenspringmaus. Kontakt: » stefan(at)mousson.ch.



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Von: soz:mag
11.05.05 20:51


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